Montag, August 28, 2006

23.08.2006

Mein Geburtstag! Und fast alle haben an mich gedacht. Vielen Dank für alle Emails und Anrufe, ich habe mich über mich wirklich über alle sehr gefreut.

Und ich hatte auch sonst einen wirklich schönen Geburtstag hier in Thailand. Sogar reich beschenkt wurde ich, ne ganze Menge Ramsch (Thais schenken sich bevorzugt Dinge die lustig sind, aber keiner braucht), aber auch wirklich sehr schöne Sachen. Sogar einen Geburtstagskuchen gab es für mich. Und gefeiert wurde sogar gleich zweimal. Einmal am Mittwoch fast nur mit meinen Thais und am Freitag noch mal richtig groß. Was für eine Party! Leider habe ich die Bilder noch nicht.

Den Rest des Wochenendes habe ich mal wieder bei Sun verbracht und alles in allem war dies wirklich mal ein Wochenende zum entspannen. Seit gestern bin ich auch in Sachen Handy noch ein wenig mehr Thai. Wenn man mich jetzt anruft, hört man nicht mehr Getute, sondern einen Song von Coldplay. Was es nicht alles gibt in Thailand, hier hat das tatsächlich jeder und ich jetzt auch.

Sonst ist eigentlich gar nicht so viel passiert die letzten Tage. Das ändert sich allerdings spätestens Donnerstag wieder, dann kommt nämlich meine Schwester nach Thailand. Und das weiß ich doch tatsächlich schon seit ganzen fünf Tagen. Und nicht weil meine Schwester versuchte es vor mir geheim zu halten, nein, meine Schwester hat das letzten Mittwoch entschieden und am Donnerstag den Flug gebucht. Tja, meine Schwester ist halt eine Frau schneller Entscheidungen. Aber das ist noch nicht alles. Einen vollen Tag später kann ich gleich schon wieder zum Flughafen fahren, da kommen nämlich Andi und Sonja hier an. So, das ist aber immer noch nicht alles. Am selben Abend, also am Freitag fahren wir dann alle - zwei finnische Austauschstudenten kommen auch noch mit - nach Ko Samui. Ich freue mich schon riesig. Fünf Tage Ko Samui, fünf Tage Traumstrände, fünf Tage Entspannung.

Dumm nur, dass morgen nicht Freitag ist und ich eine Präsentation in meinem Economykurs halten muss und die noch nicht wirklich vorbereitet ist. Was solls, morgen früh ist auch noch Zeit dafür.

Bilder aus Kombodscha

die Grenze, die letzten Meter auf dem Weg zum "Kingdom of Cambodia" oder zur Spielhölle für viele Thais
die "Straßen" Kambotschas, hier standen wir auch noch im Stau, weil eine Brücke nur einspurig befahrbar war

der Blick aus dem Fenster auf der Fahrt nach Siem Reap keine Seltenheit in Kambotscha, "Schweinetransport" auf dem Motorrad
Angkor Wat bei Sonnenaufgang
Stephanie und Woody

die Ruinen von Angkor Wat
meine Begleiter
sogar Affen hatte es in Angkor
ein anderer Tempel in Angkor
ein weiterer Tempel in Angkor
und noch ein Tempel in Angkor

Montag, August 21, 2006

Bilder vom Weddingtrip

ein Zwischenhalt auf unserer Anreise, es war drei Uhr inder Nacht und diese Frau hätte ich wecken müssen, hätte ich etwas kaufen wollen

Wut und Fon, unser Hochzeitspaar

die Zeremonie

duchs Wasser fahren, sollten man auf jeden Fall mal gemacht haben

so viele waren wir

und im Ganzen vier Farangs (thai für Ausländer)

dabei hatte ich ganz schön Muffensausen, wenn der abgebrochen wäre, ... , oje

Wasserfallbaden war natürlich auch wieder mit dabei

vor allem diese Blume macht diesen Nationalpark sehr berühmt

Freitag, August 18, 2006

Die Tempel Angkors

Die letzte Woche hier war anstrengend. Fünf Prüfungen in fünf Tagen, jede Prüfung immer gleich drei Stunden und vor und nach den Prüfungen immer noch das Gelerne auf die folgenden Prüfungen. Da ist auch dem Thomas hier in seinem Lotterleben mal der Spaß vergangen. Man sollte vielleicht nicht direkt vor einer solchen Woche noch auf Hochzeiten fahren. Aber am Freitag war alles vorbei und noch am gleichen Abend ging es dann natürlich ins Pub, wo ich mit meinen Thais bis in die Nacht feuchtfröhlich gefeiert habe. Vom Pub aber nicht wie sonst zum Essen oder zum Rausch ausschlafen, sondern direkt, zusammen mit Woody zum Busterminal, Abfahrtszeit für unseren Bus nach Kambodscha war vier Uhr in der Nacht. Am Terminal wartete auch schon der Rest unserer Reisegruppe. Alles in allem waren wir sieben Amis (Preston, Jessie, Travis, Magon, Steph, Christine, Will), zwei Finnen (Toni, Vesku), zwei Thais (Woody, Cha), ja und ich (Thomas). Die Schlange am Busterminal war allerdings so lang, dass aus dem vier Uhr der fünf Uhr Bus wurde, auch egal. Schon nach etwas mehr als vier Stunden haben wir die letzte thailändische Stadt vor der Grenze (Aranyaprathet) erreicht und damit an Kilometern gemessen eigentlich den Großteil unseres Weges hinter uns, aber nicht an Zeit. Zunächst mal ging es jetzt mit Tuk Tuks zur Grenze. Die Grenzüberquerung zog sich dann allerdings schon hin. Vor allem weil unsere Thais sich nicht an den Ausländerschaltern anstellen konnten, da war nämlich niemand. Aber nach zwei Stunden haben wir auch das geschafft und waren allesamt mit kambodschanischen Visen (übrigens das schönste das ich je hatte) ausgestattet über der Landesgrenze. Übrigens wird der Bereich zwischen der thailändischen und der kambodschanischen Grenze zum Glücksspiel genutzt, das ist in Thailand nämlich verboten. Deshalb reiht sich dort ein Kasino ans andere. Jetzt kam der aufregendste Teil der Anreise. Nach Siam Riep (dort sind die Tempel Angkors) sind es von der Grenze noch ca. 150 km. Daher mieteten wir uns Taxis, die uns dahin bringen sollten. Für diese 150 km brauchten unsere Taxis so ungefähr sechs (!!!) Stunden. Die „Straßen“ in Kambodscha muss man gesehen haben. Zunächst mal natürlich nicht geteert, sondern nur aus plattgewalzter Erde und Schlaglöcher, wie ich sie nicht kannte. Man kann sich vorstellen, was das gerappelt hat im Taxi. Trotzdem habe ich jede dieser sechs Stunden genossen. Kambodscha ist landschaftlich wunderschön und auch was sich da alles auf dieser „Straße“ herumgetrieben hat, war für mich oft unvorstellbar. Ich hing diese sechs Stunden mit offenem Mund am Fenster.

Der Abend ist schnell erzählt. So um sechs kamen wir im Hotel an, sind dann noch in ein Restaurant und alle zeitig ins Bett. Gut so, denn um vier Uhr in der Nacht mussten wir schon wieder raus, da wir Angkor Wat bei Sonnenaufgang sehen wollten und Sonnenaufgang war um halbsechs. Die Tempel von Angkor erstrecken sich über ein Areal von 300 km², um alles zu besichten bräuchte man sicher einen Monat. Da wir allerdings nur einen Tag hatten, blieb uns nichts anderes übrig, als ein paar Rosinen herauszupicken. Aber auch das hat gereicht. Diese Tempel sind so das beeindruckenste was ich je gesehen habe. Da war es auch vollkommen egal, dass es den ganzen Tag scheiß heiß war und wir wegen Wolken sowohl um unseren Sonnenauf- als auch unseren Sonnenuntergang gebracht wurden. Die Wolken hatten auch ihr gutes, ohne sie wäre es ja noch heißer gewesen. Für den ganzen Tag hatten wir uns eigens einen Minivan samt Chauffeur gemietet, der uns nacheinander zu den verschiedensten Tempeln gefahren hat. So manche machen das auch mit dem Fahrrad, ich hätte aber nicht tauschen wollen.

Der Abend ist wieder schnell erzählt. Duschen, essen, ach ja und kubanische Zigarren haben wir geraucht. Und das war vor allem für die Amis was ganz besonderes, können sie sich die doch in Amiland nicht kaufen. Überhaupt habe ich für mich ein neues Hobby entdeckt. Vor allem mit den Finnen hatte ich einen riesen Spaß daran, mich in Anwesenheit der Amis über deren Land, deren Politik und deren Spinnereien an sich zu unterhalten.

Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück, also noch mal ins Taxi, noch mal ins Tuk Tuk und dann mit den Bus wieder heim. So hatte ich mal wieder ein Wochenende, das ich bestimmt nie vergessen werde.

Wedding in Chaiyaphum

Eigentlich ist dieses Wochenende meine letzte Chance zur Prüfungsvorbereitung. Aber die Hochzeit von Wut und Fon konnte ich nun wirklich nicht absagen. Also saß ich schon Freitagabend zusammen mit zwei Amis (Magon and Steph), Koji und elf meiner Thais in Tik’s Minivan auf dem Weg nach Chaiyaphum im Nordosten Thailands. In Thailand finden Hochzeiten nämlich traditionell im Haus der Braut statt. Ich bin mir sicher wenn wir in Deutschland so etwas machen würden, wir würden schauen, dass wir auf der Fahrt dahin tunlichst etwas Schlaf bekommen, immerhin steht ja ein anstrengendes Wochenende an. Nicht aber so in Thailand. Die haben es tatsächlich geschafft bis zu unserer Ankunft morgens um sechs durchgehend zu Sunny’s Gitarrenmusik zu singen. Ihr könnt mir glauben, das war ein riesen Spaß, aber eben auch die erste Nacht ohne Schlaf. In Chaiyaphum angekommen hatten wir dann so zwei Stunden Zeit um uns frisch zu machen und etwas zu relaxen, bevor es dann auf die Hochzeit ging. Und die war schon aufregend. Als wir dort hinkamen, die Hochzeit fand im Freien statt, gab es eine Treppe die in einen Raum führte. Und als mir dann noch jemand gesagt hat, dass da oben die Zeremonie stattfindet, habe auch ich meine Schuhe ausgezogen (immer ganz wichtig) und bin hinaufgestiefelt. Und dort saßen dann bestimmt schon so hundert Leute, die meisten sicher Verwandte, alle auf dem Boden. und manche auch in Gruppen um irgendwelche Sachen rum. Der Bräutigam war auch schon da. Dummerweise saß gerade jetzt kein Englisch sprechender Thai bei mir, sondern nur die Amis, die auch keine Ahnung hatten. Also saß ich nur da und beobachtete, was passierte. Und das war als nächstes, dass die Braut plötzlich aus einer Tür herauskam und sich neben ihren Zukünftigen setzte. Und von da an kam es bestimmt so zu hundert Bräuchen, die ich zum Großteil schon vergessen habe und eh nicht erklären könnte. Aber aufregend war es schon. Irgendwann haben auch wir Ausländer weiße Bändchen um den Arm gebunden bekommen, sie sollen uns Glück bringen. Die Braut hatte zum Schluss bestimmt hundert dieser Bändchen um ihren Arm. Nach der Zeremonie, so eine Stunde später, sind alle wieder nach unten, wo es jetzt erst mal essen gab. Und Whiskey, was ich so gar nicht fassen konnte. Die fangen doch tatsächlich schon in aller Frühe und dazu noch auf der Hochzeit mit dem Trinken an. Unfassbar! Zusätzlich gab es auch noch Karaoke. Also ich habe weder gesungen, noch getrunken. Aber das Essen war wunderbar Schon gegen Mittag war die Hochzeit für uns 15 beendet, die Hochzeit war nämlich nur eines der Highlights dieses Wochenendes. Nächste Station war der Pa Hin Ngam National Park, so zwei Stunden entfernt von der Hochzeit. Auf der Fahrt dahin wurde natürlich wieder gesungen, wer braucht schon Schlaf. Meine Thais hatten für dieses Wochenende Zelten im Nationalpark und zusätzlich selber Kochen geplant. Und beides ist wirklich ein Novum für Thais. Bestimmt zwei drittel von denen hat noch nie ein Zelt von innen gesehen und Kochen können die meisten eh nicht, gehen sie doch immer auswärts essen. Beides war auf jedenfalls super lustig und das essen auch klasse. Zumindest Sunny hat das Kochen drauf. In der Nacht auf Sonntag wurde sogar geschlafen, ganze vier Stunden, da die Spinner schon um 5:30 wieder aufgestanden sind. Und Sunny ist tatsächlich so lange mit der Gitarre singend durchs Zelt gelatscht, bis auch die Ausländer wach waren. Nach dem Frühstück haben wird dann diesen wunderschönen Nationalpark besichtigt. Am Nachmittag sind wir auch noch zu einem Wasserfall gefahren und ich muss sagen, das im Wasserfallschwimmen ist immer wieder wunderbar. Anschließend ging es wieder den langen Weg nach Hause und natürlich wurde wieder gesungen und nicht geschlafen. Hinter mir liegt also mal wieder ein wunderbares Wochenende und die Erkenntnis, dass Thais keinen Schlaf brauchen. Das Gute ist, dass sie auch keinen Urlaub haben und so immer nur am Wochenende wegfahren können. Denn nach fünf Tagen mit denen im Urlaub wäre ich tot.