Donnerstag, Juli 20, 2006

Schon wieder 10 Tage vergangen

In den letzten zehn Tagen ist schon wieder so viel passiert, es ist leider unmöglich das alles aufzuschreiben. Vorletztes Wochenende war ich mit meinen Thais auf dem sog. „Nine Temple“ trip. Ich dachte zuvor immer wir werden halt zu einem Tempel fahren der so heißt, so war es aber nicht. Die haben sich tatsächlich ein Boot gemietet und dieses hat uns nacheinander zu neun verschiedenen Tempeln gefahren. Und bei jedem dieser Tempel kam es eigentlich immer zur ungefähr gleichen Prozedur. Zuerst kurz anschauen, dann beten und zuletzt vom Mönch segnen lassen. Und gerade das letzte war für mich doch immer wieder aufregend. Wir saßen dann immer gemeinsam vor dem Mönch während dieser Gebete gesprochen hat, die Thais mussten auch immer gewisse Teile nachsprechen und zum Schluss wurde dem Mönch ein Eimer mit Essen und Haushaltskram übergeben, wobei jeder seine Hand auf einen anderen gelegt hat. Ach und danach wurde jeder von uns noch etwas mit Wasser bespritzt. Schon lustig.
da sitzen wir alle, der Mönch wird gleich direkt vor uns Platz nehmen

Auch sonst hat der Buddhismus unheimlich viele Bräuche, die wie ich finde alle wirklich schön sind. Für diese Tempeltour brauchten wir ungefähr einen halben Tag und nach dem Mittagessen ging es weiter auf eine Insel auf einem Fluss hier in der Nähe. Diese habe wir mit Fahrrädern umfahren, im
mer zwei auf einem Rad, eigentlich eine tolle Sache, nur ich war dummerweise ein Fahrer. Mann, das war mal wieder schweißtreibend, aber auch superlustig. Damit hatte es sich aber nicht getan. Anschließend ging es zum Abendessen und danach ins Kino. Pirates of the Caribean 2. Was für ein Tag und die nächsten beiden sollten nicht weniger aufregend werden. Gleich am Tag danach ging es mit anderen Austauschstudenten nach Kanchanaburi wo wir uns am Tag später den Eriwan Nationalpark anschauen wollten. Doch schon auf der Busfahrt wurde uns ein Komplettpaket für den nächsten Tag angeboten, bestehend aus der Besichtigung des Wasserfalls im Nationalpark am Vormittag und am Nachmittag Elefantenreiten, Bamboorafting, einer Zugfahrt, einer Höhle und der Besichtigung der berühmten Brücke am River Kwai. Bei so vielen Aktivitäten am nächsten Tag, habe wir den ersten Tag in Kanchanaburi ruhig ausklingen lassen. Schon um sechs saßen wir in einem wirklich schönem Restaurant, haben dort erst gegessen, dann getrunken und geratscht bis zwei, bevor wir in unseren Bungalows mitten auf einem Fluss ins Bett gefallen sind.

Der nächste Tag war dann auch wirklich beeindruckend. Vor allem der Wasserfall gehörte mit zu dem schönsten was ich je gesehen habe. Der Wasserfall erstreckte sich über sieben Etagen, eine schöner als die andere und bis man zur letzten gelangte, mussten wir über zwei Stunden klettern. Elefantenreiten war nicht so meins, super ungemütlich, aber immerhin bin ich jetzt glaube ich mit so jedem Tier geritten, auf dem man reiten kann. Bamboorafting war dafür wieder super genial, zumal wir auch neben dem Boot im River Kwai schwimmen durften. Ach ja und dann noch die Brücke, die berühmte River Kwai Brücke aus dem Film. Kann man sich schenken, ich habe bestimmt schon 1000 schönere Brücken gesehen. Aber geschichtsträchtig ist sie ja schon. Anschließend ging es mit einem Minivan zurück nach Bangkok.

Frank, Christine, Frauke, Josef, Mick und Ich

ein winzigkleiner Ausschnitt dieses wahnsinnigen Wasserfalls

Josef und Mick vor der doch so berühmten Brücke am River Kwai

Auch die letzten Tage hatten es in sich, vor allem gab es immer wieder Partys. Z.B. die große Jubiläumsfete in meinem Lieblingspub, dem Helo Pub und gestern auch Woodys Geburtstagsfeier. Und morgen kommen Sonja und Anja nach Bangkok, die hier bis Sonntag bleiben, um dann weiter nach Australien zu fliegen. Die können sich schon mal auf was gefasst machen.

Jetzt habe ich gleich English, total einfach für mich, aber trotzdem irgendwie mein Lieblingskurs. Zunächst mal mag ich den Lehrer, der kommt aus England und ist wirklich lustig und dann ist es auch immer wieder süß zu sehen wo die Thais ihre Probleme mit dem Englischen haben. Ganz andere Probleme als wir, vor allem mit der Aussprache. Wir üben dann z.B. immer die Ausprache des th, die von l und r oder die Betonung von ganzen Wörtern. Gestern habe ich mich mit einer Amerikanerin darüber unterhalten, die versteht zwei ihrer Professoren nicht und nennt deren Englisch Tenglisch, für Thai-Englisch. Ich habe eigentlich nur mit einem Professor Schwierigkeiten, aber der schreibt eh fast alles an die Tafel was er sagt.