Montag, Februar 26, 2007

"daily life"

Nachdem ich in den letzten Monaten immer über irgendwelche Ausflüge berichtet habe, ist es mal wieder an der Zeit etwas aus meinem „daily life“ zu erzählen. Dort tat sich nämlich was.

Vorne weg: Mein Rückflugsdatum steht. Am 18. April bin ich wieder da. Eigentlich wollte ich schon eine Woche früher zurückkommen, ging aber nicht, da alle Flüge voll waren. Osterferien! Jetzt werde ich auch noch das thailändische Neujahr hier erleben, auch nicht schlecht.

Neuigkeit Nummer zwei: Ich bin umgezogen! Nach 9 Monaten bin ich jetzt endlich da wo ich schon immer hinwollte, im Herzen Bangkoks. Sei es auch nur für zwei Monate. Aber da mein Studium hier schon in zwei Wochen vorbei ist, ich in meiner Freizeit eh meistens in Bangkok bin und ich bald nur noch Freizeit habe, macht das alles auch noch Sinn. Und meine neue Wohnung ist super. Da in dem Haus die Standart und Deluxe Zimmer schon belegt waren, ich jetzt ins Super Deluxe Zimmer eingezogen bin, habe ich es jetzt doch ziemlich schön. Sogar ein Cleaning Service einmal die Woche ist dabei. Der einzige Haken ist, sie ist auch nicht ganz billig. Naja, muss ich den Gürtel hier demnächst eben etwas enger schnallen.

da drin wohne ich jetzt

mein neues Bett, doppelt so groß wie das alte

Der Rest meines Zimmers. Neben dem Sofa gehts ins Bad.

Sonst geht das Gelerne wieder los. Und wie immer fällt es mir hier schwer den Schalter auf Arbeitsmodus umzulegen. Bei den letzten Midterms ist es mir aber mal besser gelungen, zumindest den Resultaten nach. Im Fach Priciples of Management war ich doch tatsächlich Kursbester. Das habe ich seit der Grundschule nicht mehr erlebt. Ich als Ingenieur. Unfassbar! In dem Kurs sitzen sonst fast nur Spezialisten und zusätzlich auch noch fünf andere Austauschstudenten. Jetzt bin ich hier der „Manager“.

Das ist aber noch nicht alles: Meine Schwester kommt noch ein zweites Mal. Schon am 12. März ist sie wieder da und diesmal bringt sie auch noch die Sally mit. Tja, wenn man erst mal von Thailand infiziert ist, kommt man nicht mehr so leicht davon los.

Dann noch etwas zum Wetter. Es war ja hier die ganze Zeit schon heiß, jetzt wird es aber langsam richtig eklig. Also nicht, dass ich euch um eueren Winter beneide, aber hier steigen die Temperaturen immer weiter und das soll bis ich zurückkomme so weitergehen. So bis 45 Grad. Ich glaube, dann werde ich mein klimatisiertes Zimmer nicht mehr verlassen oder noch ein weiteres mal umziehen: An den Strand!

Ansonsten geht hier alles seinen gewohnten Lauf. Unter der Woche erledige ich meinen Unikram und am Wochenende, das bei mir allerdings drei Tage hat, bin ich zumeist unterwegs. Dieses Wochenende war ich auf einem Floating Market in einer nahe gelegenen Provinz, deren Namen ich natürlich vergessen habe. Das Wochenende davor war chinesisches Neujahr. Und da in Bangkok mehrere Millionen Chinesen leben, wurde dies auch ausgiebig gefeiert. Gleich drei Tage lang ging zumindest in China Town gar nichts mehr

Chinesisches Neujahrsfest - Menschenmassen in Chinatown

ebenso in Chinatown

Dies ist ein Restaurant in Chinatown. Spezialität sind Haiflossen.

so sieht ein Floating Market aus

meine Eltern in Thailand, zweiter Teil (Bilder)

meine Mom auf Ko Mak



Ko Kood



der Königspalast in Bangkok

die berühmt berüchtigte Khao Sun Road. Unter anderem berühmt durch den Film "The Beach"

Faxen vor dem Tempel Wat Arun

das Siam Paragon, die Luxus Mall Bangkoks

einer der Stände in Chinatown

am Eingang zum Nationalmuseum: Neben uns wollten auch noch ein paar Mönche die Ausstellungen besichtigen

Donnerstag, Februar 15, 2007

meine Eltern in Thailand, zweiter Teil

Auch wenn mich meine Eltern traurigerweise schon vor zwei Wochen verlassen haben, werde ich jetzt trotzdem noch den Bericht von ihrer restlichen Zeit hier nachliefern, auch wenn ich die meiste Zeit davon leider gar nicht dabei war. Von den letzten 13 Tagen hier in Thailand haben meine Eltern nämlich 9 auf den wunderschönen Inseln Ko Mak, Ko Kham und Ko Kood verbracht. Drei Inseln in neun Tagen, nicht schlecht wie ich finde. Dass meine Eltern mal zu Inselhoppern werden würden, habe ich mir auch nicht träumen lassen. Den Anfang machte Ko Mak, in einem Resort dass ich schon vorher für sie gebucht hatte. Und eigentlich lief alles perfekt. Sogar die Anreise haben sie gemeistert, obwohl ich da größte Sorgen hatte. Mit dem Skytrain zum Busterminal, mit dem Bus nach Trat, mit dem Taxi zum Pier und schlussendlich mit dem Speedboat nach Ko Mak. Und obwohl mein Vater zunächst die Hälfte seines Gepäcks im Bus gelassem hatte und die Txifahrt zweimal machen musste, haben sie das super hinbekommen. Immer wenn ich bei meinen Eltern anrief, kam immer nur: Insel toll, Essen gut, Leute nett, Wetter total angenehm, … , bis zum Morgen der Abreise von Ko Mak. An jenem Morgen, um 13:00 ging ihr Boot nach Ko Kood, ruft mich mein Paps an und teilt mir mit, dass seine Kreditkarte weg ist und er das Hotel nicht bezahlen kann. Er hätte sie wahrscheinlich in dem Automaten am Sommerpalast in Bangkok stecken lassen. An eben diesem Automaten hatte er mich damals genervt gefragt, warum man denn hier einen PIN zum Geld abheben braucht, sonst wäre das nicht nötig gewesen. Wie gut, dass es in Thailand anders ist. Naja, auf jeden Fall steckten meine Eltern auf Ko Mak fest, kein Geld, keine Kreditkarte, keine Zeit, was tun…

Zunächst mal habe ich beim Kreditkartenunternehmen angerufen um die Karte sperren zu lassen. Und das ließ sich auch toll an, die Frau sprach fließend English, das sollte ein Klacks sein. Doch dann stellte sie mir die Frage, die sie mir besser nicht gestellt hätte. „Ach sie sind Deutscher, wollen sie nicht mit jemandem sprechen der Deutsch spricht?“ Und schon hatte ich einen Asiaten (!!!) am Apparat, der mit mir Deutsch sprach oder zumindest zu sprechen versuchte. Nach einer halben Stunde Kommunikationsschwierigkeiten war die Karte aber gesperrt. Als nächstes bin ich dann zu einer Bank gerast, um dem Hotel meiner Eltern einen Haufen Geld zu überweisen: Zum Bezahlen der Rechnung und Geld für ihren weiteren Urlaub das ihnen der Hotelbesitzer dort netterweise bar ausbezahlt hat. Welch Glück, alle Probleme gelöst, meine Eltern hatten wieder Geld, ihr Boot haben sie erwischt und wie sich später herausstellte, hat auch niemand mit der Karte Dummfug getrieben. Doch das war noch nicht alles. Am selben Tag telefoniere ich mit meiner Schwester und die erzählt mir dass es im Hause Ullrich in Nürnberg einen Wasserrohrbruch gegeben hat. Im Keller stand nämlich wegen der Katze das Fenster offen und der Wasserzähler war nicht weit davon entfernt. Das es nicht zur Katastrophe kam, ist nur meiner Schwester und dem Felix zu verdanken, die mit dem richtigen Krisenmanagement die Situation gemeistert haben. Das passiert jetzt übrigens den zweiten Winter in Folge, mal sehen, vielleicht bleibt das Fenster nächstes Jahr geschlossen. Aber meine Eltern verdauten auch diese Schicksalsmeldung und genossen den Rest ihres Inselurlaubs.

Zurück in Bankok und gut erholt, wurde die restlichen vier Tage ein straffes Kulturprogramm durchgezogen. Grand Palace, Wat Po, Wat Arun, Marmortempel, China Town, Nationalmuseum, Lumpini Nachtmarkt, Khao Sun Road, diverse Einkaufszentren, … . Nur eine Sache muss ich noch zusätzlich erwähnen, da sie mir gar so viel Freude gemacht hat. Am Abend bevor meine Eltern Grand Palace und Wat Po besuchten, habe ich ihnen eindringlich gesagt, dass um diese Anlagen viele Typen rumrennen, die einem erzählen, dass sie heute aus diesem und jenem Grund geschlossen sind und einem daraufhin anbieten einen woanders hinzufahren. Das Tuk Tuk steht dafür dann auch immer schon bereit. Und als ich am darauffolgenden Tag meine Eltern anrufe, erzählen sie mir doch tatsächlich, dass sie zuerst zum Marmortempel sind, da Grand Palace am Vormittag geschlossen hätte. Mit dem Tuk Tuk natürlich. Das hätten ihnen gleich zwei Männer dort mitgeteilt…

Am letzen Abend waren wir dann noch einmal alle gemeinsam in meiner Wohnung, aus der meine Eltern schlussendlich trotz dem dass sie für einen etwas längeren und vor allem kälteren Urlaub gepackt hatten (ich glaube allein meine Mutter hatte sieben Pullover plus drei Decken dabei) so einiges von meinem Kram hier mit nach Deutschland nehmen konnten.

Mittlerweile sind meine Eltern leider wieder in Deutschland, wir hatten aber eine tolle Zeit hier. Und wirklich großen Respekt, dass die den weiten Weg hier hergefunden haben, was weiß Gott nicht selbstverständlich ist. Und auch so haben sie super durchgehalten, keine Probleme mit Klima oder Essen oder sonst irgendwas. Am Ende war sogar ich derjenige dessen Magen gestreikt hatte. Und meine Mama hat sich sogar im Ausland rührend um mich gekümmert.

Mittwoch, Januar 31, 2007

und es gibt sie doch noch...

Nachdem ich jetzt schon auf so einigen Inseln hier in Thailand war, sie mir auch alle irgendwie gefallen haben, habe ich sie jetzt endlich gefunden. Meine persönliche Trauminsel.

Der Sonnenaufgang beim verlassen des Festlandes.

Die Ankunft in Ko Kahm. Zusammen waren wir acht Leute: Frank, Nicki, Vesku, Jenna, Toni, Deya, Mintu und ich.

diese Schaukel hing direkt vor unserem Bungalow

was soll man dazu noch sagen...

oder dazu...

diese Insel ist einfach wunderschön...

unlaublich schön...

Übrigens liegt dieser Ausflug schon über zwei Monate zurück. Da die Bilder aber gar so schön sind, muss ich sie noch nachliefern. Vielleicht wollte ich sie mir auch nur gezielt für die kalte Jahreszeit in Deutschland aufheben.

Mittwoch, Januar 24, 2007

Bilder unserer Nordthailandrundreise

eine Verkäuferin auf dem Markt - der Sohn musste unbedingt mit aufs Foto

meine Mutter vor einer Buddhastatue

der Sonnenaufgang in Sukothai

mein Vater vor einer Buddhastatue

die Treppe zum Wat Doi Suthep

der Wat Doi Suthep

an einem Wasserfall sind wir natürlich auch vorbeigekommen ...

meine Eltern beim Whiskeytrinken im Nationalpark

und meine Eltern neben zwei Mönchen

dies war die Spitze des Bergs im Nationalpark

ein Tempel im Khmerstil in Ayutthaya

Meine Eltern in Thailand

Vorletzten Freitag war es soweit! Meine Eltern landeten am Bangkok Airport. Und da der Thomas ein Geizkragen ist und mit dem Bus anstelle eines Taxis zum Flughafen kam, wäre er beinahe zu spät gekommen. So eine verfluchte Busfahrt zum Flughafen dauert doch tatsächlich drei Stunden. Und als ich meine Eltern dann traf, musste mein Vater natürlich erst mal über Emirates (meine Lieblingsairline) mosern. Da meine Eltern natürlich als letzte am Münchner Flughafen eincheckten, konnten sie auf dem Flug von Dubai nach Frankfurt nicht nebeneinander sitzen und so geschah es, dass mein schlanker Vater auf eben diesem Flug neben zwei noch schlankeren Herrschaften saß und es dann wohl so eng gewesen sein muss, dass er nicht in die Hosentasche fassen konnte um an ein Taschentuch zu kommen. Sonst verlief der Flug aber gut. Wir bekamen auch sogleich das Auto und starteten unsere Reise in den Norden Thailands mit dem ersten Ziel Ayutthaya. Am ersten Morgen ging es auf einen traditionellen Markt, der meine Eltern doch sehr beeindruckt hat. Mein Vater hat ungefähr 100 Fotos gemacht und war doch sichtlich gerührt, dass sich all die Verkäufer so gerne haben fotografieren lassen. In Thailänd reagieren die nämlich nicht mürrisch, nein, in hier setzt man sich dafür in Pose, rückt sein Kind noch mit ins Bild und freut sich. Im Anschluss ging es dann aber weiter nach Sukothai, der eigentlichen „Wiege Thailands“. Sukothai ist nämlich die erste richtige Hauptstadt Thailands gewesen. Und dort gibt es heute die Ruinen der damaligen Paläste und Tempel zu bewundern. Von dort ging es weiter nach Chiang Mai, der zweitgrößten und Stadt der Tempel Thailands. Von denen gibt es dort nämlich deren 79. Wir haben uns allerdings nicht alle, sondern nur die drei schönsten angeschaut. Nachdem wir uns an einem weitern Tag noch einen weiteren Tempel in der Umgebung Chiang Mais angesehen haben, im botanischen Garten der Queen Sirikit waren ging es nach dem straffen Kulturprogramm in einen der zahlreichen Nationalparks Thailands. Und in diesem waren wir, mal abgesehen von ein paar Angestellten allein. So allein, dass jedes mal wenn wir ins Restaurant kamen, erst die Köchin aus der Privatwohnung geklingelt werden musste. In dem Nationalpark blieben wir gleich zwei Nächte und machten eine eintägige Wanderung durch einen der Dschungel Thailands. Zum Glück ist der Norden Thailands im Moment nicht so heiß. Auf dem Rückweg nach Bangkok übernahm dann auch mal mein Vater das Steuer des Autos und kassierte gleich mal einen Strafzettel wegen „Driving over the Limit“, was vor allem für meine Mutter eine große Freude war. Gar nicht gefreut hat sie sich allerdings über den plötzlichen Wetterumschwung bei der Rückkehr nach Ayutthaya. Nachdem sie nämlich zuvor jeden Tag betont hatte, dass das Wetter hier so angenehm wäre, es ihr so toll bekomme, kam die Ernüchterung. „Mein Gott ist das schwül. Du sag mal Thomas, glaubst du das bleibt so nächste Woche auf der Insel.“ Tja, „Welcome to Thailand“ Mom. Die letzten beiden Tage unserer Nordthailandreise verbrachten wir in Ayutthaya, der zweiten Hauptstadt Thailands und besichtigten einen der Sommerpaläste des Königs.

Und seit gestern sind meine Eltern auf der Insel Ko Mak und können sich von der doch anstrengenden Reise durch den Norden erholen.


Dienstag, Dezember 26, 2006

Weihnachten fernab der Heimat

Ist schon komisch. Eigentlich bin ich nie wirklich in Weihnachtsstimmung gekommen. Wie auch? Thailand ist buddhistisch und da gibt’s kein Weihnachten. Zusätzlich hat es hier über 30 Grad!

Also was machen? Wir haben uns dazu entschlossen, es uns ein paar Tage gut gehen zu lassen. Am Samstagmorgen ging es nach Pattaya, wo wir uns in ein 4 Sterne Luxus Hotel eingemietet haben. Deluxe Room versteht sich. Und am Weihnachtsabend ging’s zum Galadinner ins Mantra. Ich habe mir erlaubt ein Foto von unserem Menü zu machen. Ach und im Mantra war übrigens Dresscode angesagt. So haben wir alle die letzten Tage in diversen Shoppingmalls hier verbracht um uns den ganzen Krempel zu kaufen. Am Montagabend sind wir dann noch hier in Bangkok auf eine Christmas Party gegangen und haben mit unseren thailändischen Freunden Weihnachten auf Thaiart gefeiert.
Also gut ging es uns in der Tat. Aber unser Weihnachten, das wir sonst haben konnte es nicht ersetzen. Wir wären wohl alle lieber zuhause bei unseren Familien gewesen, aber das war dieses Jahr nun mal nicht möglich.

Auch sonst fehlt ihr mir alle, an Weihnachten noch mehr als sonst. Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Sonntag, November 26, 2006

Whining, Bitching and Moaning

Wenn man fuer so eine lange Zeit ins Ausland geht wie ich das gerade mache, lernt man neben einem neuen Land, vor allem auch viel ueber sein eigens Land. Gerade die Finnen hier lieben es mir immer wieder zu sagen, wenn ich mich mal wieder Deutsch verhalte. Und wenn man mich fragt, was ich an Thailand am meisten liebe oder an Deutschland am meisten hasse, ist meine Antwort immer, dass die Leute hier nicht ueber alles und jeden weinen. Und dabei geht es den meisten hier viel schlechter als uns in Deutschland. Und als ich gestern Nacht nach Hause kam und noch bei Toni (einem der Finnen hier) vorbeischaute, zeigte er mir den jetzt folgenden Artikel von Spiegel Online eines Deutschen der jetzt schon eine Weile in den USA lebt. Und dieser Artikel könnte so auch von mir sein. Aber lest selbst.


Germans love to complain. Indeed, if you listen closely, it seems as though the country is about to completely fall apart by day's end. But why?

I have been living in the US for about seven years now, and if there's one thing I dread when I go home to visit Germany, it's the complaining. I had never realized how much Germans love to complain until I moved away.

The complaints range from the small, which are occasionally understandable, to the large, which tend never to make any real sense at all. If you go to Germany you will definitely be subjected to hours and hours of complaints, especially if you dare to disagree. And let the normally on-time trains be just a few minutes late and you'll hear a chorus of smug comments about how terrible the German train system is. If it's on time, they'll complain about the food, the seating, the crowds, the loud children, the air, the conductors -- even the noise in what are very likely the quietest trains in the world.

The most popular complaint is that everything in Germany is simply going downhill -- everything is getting worse and worse. It's the worst national soccer team in living memory (never mind that they said the same thing in 2002 and the German team landed in the final). The country is in utter disrepair. Taxes are too high. Politicians are too incompetent and too complacent. The list goes on and on.

And let's be honest: a certain amount of complaining would be understandable, even acceptable, if Germans had any real reason to complain. But for the most part, they don't. Unlike in the US, there aren't giant potholes in the streets, public transportation exists and is generally extremely reliable, everybody has health insurance, people have four to eight weeks of paid vacation, and politicians aren't any more incompetent than anywhere else.

Interestingly, though, if you bring this to a German's attention, they'll immediately agree that they complain too much. And then will defend their point of view. They'll start telling you why they see everything so negatively. There's no convincing them otherwise.

For visitors, this national pastime can be strange, because it makes it seem like there are two Germanies: There's the positive, clean, efficient, functioning country that visitors see -- and there's this incredibly awful place the locals live in -- with no real overlap between the two of them. So when you go to visit Germany, don't even try to understand what Germans are complaining about. Just listen, nod, and order yourself another delicious beer.

Ja, so sind wir, wir Deutschen.

Montag, November 20, 2006

soooooo langsam

Bevor ich mich dem eigentlich relevantem zuwende muss ich erst mal Dampf ablassen. Vor zwei Wochen habe ich mein Notebook hier zum Toshiba Service gebracht, da der Bildschirm andauernd flackerte. Ich glaube weil zwischenzeitlich Ameisen in meinem Notebook wohnten. Und als ich es dort ablieferte dachte ich auch noch, wie wunderbar, Toshiba hat echt tollen Service, sogar in Thailand. Drei Wochen und bestimmt zehn Telefonate spaeter bin ich schlauer. Nicht nur, dass es schon vor zwei Wochen haette fertig sein sollen, vor einer Woche bekam ich einen Anruf, also zwei Wochen nach Ablieferung, dass das alles nicht so einfach ist, da es sich bei meinem Notebook um ein europaeisches Modell handelt. Nach zwei Wochen haben sie das also auch festgestellt! Und gestern bekam ich einen weiteren Anruf! Es wird noch weitere zwei bis vier Wochen dauern, da sie Teile aus Europa bestellt haben. Vier Wochen!? Fahren die die Teile mit dem Fahrrad hier her? Das ist Thailand. Ein wunderbares Land, nur liebe Leute, aber soooo langsam. Ich bin ja eigentlich geduldig. Aber hier braucht eine Kassiererin im Supermarkt um drei Kunden zu bedienen die jeweils einen Artikel haben eine halbe Stunde. Ich glaube eine Aldikassiererin wuerde hier die Arbeitsplaetze von 20 Leuten zerstoeren. Gut ist aber, dass in Thailand dann dort im Supermarkt auch 20 Leute arbeiten. Ich glaube in Thailand passiert es nicht oft, dass in einem Laden mehr Kunden als Angestellte sind. Hier bekommt man dann als Kunde auch noch Service. Bis dahin, dass die einem seine Einkaeufe zur Kasse tragen. Also toller Service, aber schneller gehts dadurch nicht. Tatsache ist jedenfalls, dass ich jetzt schon seit drei Wochen und wohl noch mindestens vier weitere Wochen keinen eigenen Computer mehr habe und mich jetzt hier an Anne’s Notebook mit einer Thaitastatur und noch viel schlimmer ohne Rechtschreibkorrektur rumquaelen muss.Der unterringelt mir jedes Wort. Und noch dazu kann ich doch gar nicht mehr schreiben in Deutsch.
Jetzt zum eigentlichen Bericht. Seit einer Woche bin ich wieder am Studieren und nach langem hin und her habe ich mich auch fuer vier neue Kurse entschieden. Refrigeration and Air conditioning, Principles of Management, System Simulation and Technical Writing. Die Anmeldung dieser war aber nicht ganz einfach. Zumindest gab mir die Dame im Registration Office schon nach kurzer Zeit mein Anmeldeformular zurueck mit dem Hinweis ob ich denn mal meine Pruefungstermine zwecks "time crash" gecheckt haette. Natuerlich nicht! Jedenfalls fallen bei mir drei Pruefungen von jeweils drei Stunden Laenge auf einen Tag und zwei davon sind auch noch zur selben Zeit. Und damit nicht genug, die vierte und letzte Pruefung ist genau einen Tag davor. Aber, zwecks Mangel an Alternativen, werde ich das jetzt machen. Das laeuft hier dann so ab, dass ich diesen Pruefungstag in einem Raum verbringen werde, den ich nicht verlassen darf und dort eine Pruefung nach der anderen schreibe. Macht dann zusammen neun Stunden Pruefung am Stueck. Ich hoffe die lassen mich mal aufs Klo gehen zwischendurch. Ach und der "Pruefungszeitraum" ist fuer mich auch schon nach zwei Tagen wieder vorbei, dass alles findet naemlich gleich an den ersten beiden Tagen statt.
Dann noch zur letzten Woche meines einmonatigen Urlaubs, der jetzt leider schon seit einer Woche vorbei ist. Unglaublich wie schnell das ging. Nach acht Tagen Nordthailandrundreise und vier Tagen in Sunny’s Provinz habe ich die letzte Woche im Sueden Thailands verbracht. Drei Tage in Krabi und vier Tage auf Phi Phi Island. Und das war schon schoen. Zwar ist man dort nicht mehr wirklich in Thailand - mal abgesehen vom arbeitenden Personal und dass man ja eigentlich in Thailand ist, ist dort nichts thailaendisch- aber man kann schon verstehen warum so viele Touries hier herkommen. Manche der Straende dort haben sich die Bezeichnung Traumstrand wirklich verdient. Auch die Landschaft um die Straende herum ist oft traumhaft. Aber leider werden diese Traumstraende eben auch touristisch vermarktet. So war das auch eine teure Woche fuer mich. Ach und die eine Thai, die mit uns dabei war, musste dort ganz selbstverstaendlich in Restaurants die englische Speisekarte lessen und wurde auch so oft auf English angesprochen. Warum auch erwarten dass sie Thai ist, wenn es dort doch sonst nur Touries gibt. Aber die Woche war dennoch toll und wir haben sie auch in vollsten Zuegen genossen. So ein wenig haben wir auch dass europaeische Essen, vor allem das Fruehstueck vermisst und das gab es dort ueberall.
In Phi Phi und Krabi habe ich auch zum ersten Mal die Auswirkungen des Tsunamis sehen koennen, der dort 2004 mit voller Wucht eingeschlagen hat. Ueber Phi Phi sagt man ueberraschenderweise, es sei nach dem Tsunami schoener als zuvor, da viel von dem was hotelwuetige Bauunternehmer verschandelt hatten, weggespuelt wurde und bis jetzt nicht wieder aufgebaut wurde. Auch sonst hatte ich das Gefuehl, dass sich diese Orte ganz gut vom Tsunami erholt hatten. In Krabi allerdings wird auch noch sehr viel gebaut und auch vor allem einer der beruehmten Straende dort war vollkommen verschandelt.
Fuer die naechsten Wochen ist soweit nichts grossartiges geplant. Natuerlich hin und wieder Ausfluege uebers Wochenende, aber keine einwoechigen Urlaube mehr. Das Unileben hat mich wieder. Und wir wissen auch immer noch nicht, was an Weihnachten mit uns passiert, das Fest an dem wir Auslaender hier unser Zuhause ganz besonders vermissen warden. Fest steht nur, dass es ein europaeisches, vermutlich finnisches oder deutsches Weihnachten wird, so heimatverbunden sind wir doch dann auch noch.